Promovieren zu Corona-Zeiten

Aktualisiert: Mai 28

Wie du die Corona-Krise am effektivsten für deine Promotion nutzen kannst


Wir alle durchleben die Corona-Krise mit mehr oder weniger großen Einschränkungen und Verlusten. Doch jede Krise birgt auch Chancen.


Der Forschungsbetrieb vieler Universitäten stand seit März 2020 still und kommt nun allmählich wieder in den Alltag zurück. Deshalb konnten auch viele Doktorand*innen nicht ihre Promotion weiterverfolgen – zumindest was die Arbeit vor Ort anging.

Vor Ort werden in vielen medizinischen Promotionen zum Beispiel Patientenbefragungen oder Laborexperimente durchgeführt. Viele Promovend*innen sehen dies als ihre Haupttätigkeit während der Promotion an, sodass von jetzt auf gleich die Arbeit still stand.


„Während der Corona-Krise kann ich meine Doktorarbeit nicht voranbringen, weil ich mitten in der Datenerhebung stecke“

Dieser Aussage möchte ich gerne widersprechen!



Du kannst so viel für deine Promotion außerhalb der eigentlichen Datenerhebung tun, wie du dir aktuell noch gar nicht vorstellen kannst.

Beginnen wir mit dem wichtigsten Thema, der Literaturrecherche. Die Literaturrecherche kannst du von überall in der Welt durchführen. Was du brauchst ist ein Computer, Internet und einen vernünftigen Vorgehensplan. Wie du strategisch eine Literaturrecherche angehst, um möglichst viel zeit zu sparen, zeige ich dir in meinem Mini-Kurs Literaturrecherche und im Modul 2 des Tutorials „Step-by-Step zum Doktor med..


Neben dem Computer ist sicherlich ein VPN-Tunnel zu deiner Universität sehr sinnvoll. Dieser ermöglicht dir den selben Zugriff, wie du ihn an einem Rechner an der Universität hättest, nur von überall auf der Welt.




Mit einem VPN-Tunnel kannst du deutlich mehr Studien frei einsehen, da deine Universität Verträge mit den einzelnen Verlagen hat.


Mein Expertentipp: Beantrage einen VPN-Tunnel für deinen Rechner bei deiner Universität, um deine Literaturrecherche in vollem Umfang von zu Hause oder am Strand durchführen zu können.

Wenn du die Literatur nach dem bewährten „Step-by-Step“ Priorisierungs- und Archivierungssystem recherchierst, hast du bereits alle Inhalte für deine Einleitung und die Diskussion gesammelt.

Mein Expertentipp: Schreibe jetzt einen allgemein gehaltenen Fließtext aus deiner recherchierten Literatur und erkläre darin, wieso deine Studie notwendig ist und welche Fragestellungen du beantwortest.


Damit hast du deine Einleitung fast fertig geschrieben.


Was für die Einleitung noch fehlt, sind generelle Informationen zu der zu untersuchenden Krankheit oder einem anderen Forschungsgegenstand. Auch hier kannst du dich wunderbar während der Forschungsflaute einlesen.

Mein Expertentipp: Schreibe einen kompletten Fließtext in eigenen Worten zu deiner zu untersuchenden Krankheit (z.B. Definition, Klinik, Diagnostik und Therapie) o.ä. und lerne dabei gleichzeitig viel über dein Forschungsthema. Diesen Fließtext kannst du dann an den Anfang deiner Einleitung stellen.




Achtung: Vergiss hierbei niemals die Quellenangaben, auch wenn es sich um Bücher in gedruckter Form handelt.





Neben der eigentlichen Literaturrecherche kannst du die Literatur auch bereits in ein vorhandenes Literaturverwaltungsprogramm speisen. So hast du später keine Probleme mit dem fortlaufenden Zitieren deiner Quellen, wenn du deine Diskussion schreibst.




Mein Expertentipp: Nutze Literaturverwaltungsprogramme wie Endnote oder Citavi, sie sparen dir viel Zeit und erleichtern das Zitieren während deiner Promotion.



Ein weiterer entscheidender Part, der noch vor Durchführung deiner eigentlichen Datenerhebung stattfinden kann und sollte, ist die Beschreibung deines Kollektivs und der Methodik.




Der Vorteil, wenn du dich vor der Patientenbefragung oder der Durchführung des Experiments mit dem zu untersuchenden Kollektiv und der methodischen Durchführung intensiv auseinandersetzt, ist, dass du während der Datenerhebung genau weißt welche Fehler du vermeiden solltest.




Mein Expertentipp: Schreibe dir in einem Fließtext auf, welche Eigenschaften dein zu befragendes Patientenkollektiv oder die Proben aufweisen. Damit meine ich, dass du dir klar machst, wen oder was du eigentlich untersuchst und wie du diese Untersuchung praktisch durchführst.




Beispiel: Diese Datenerhebung wurde an der … Universität in der Abteilung für … durchgeführt. Dabei wurden 100 Patienten mit einer … Erkrankung und 100 gesunde Kontrollen untersucht. Hierbei wurden folgende Routinedaten und Fragebögen erhoben.

So oder ähnlich könnte der Beginn deines Methodik-Teils aussehen. Wenn du dir während der Forschungsflaute alle methodischen Durchführungen aufschreibst und verinnerlichst, hast du bereits 2/3 deines Methodik-Teils noch vor der Durchführung der Datenerhebung fertiggestellt und weißt genau worauf es dabei ankommt.




Mein Expertentipp: Setze dich unbedingt mit den vorhandenen Fragebögen auseinander und beschreibe diese im Einzelnen. Dazu gehört zum Beispiel, dass du beschreibst wer diesen erfunden und validiert hat, wie die Spezifität und Sensitivität dieses Fragebogens ist und wie die Auswertung erfolgt!

Wenn du hierbei unsicher bist, können wir uns genau diesen Fragen in deinem Personal-Coaching widmen. Schreib mir hierfür einfach eine E-Mail und ich berate dich in einem kostenfreien Erstgespräch.

Ebenfalls sinnvoll ist es, sich während der Zeit zu Hause mit der Erstellung eines Word Dokuments auseinanderzusetzen. Viele Universitäten bieten bereits Vorlagen zum Download. Häufig passiert es aber, dass man hier durch Unwissenheit Fehler einbaut, die einem graue Haare bescheren können.

Mein Expertentipp: Versuche zu verstehen, wie du ein Word Dokument erstellst. Nur dann kannst du vermeiden, dass sich Fehler einschleichen.





Steht das Word Dokument, kannst du bereits die Ergebnisse aus den oben genannten Aufgaben hier einpflegen.



Außerdem kannst du dich bereits vor der Erhebung der Daten damit auseinandersetzen, wie du sie eingeben und statistisch auswerten willst. Das klingt für dich vielleicht zunächst unlogisch, denn schließlich hast du ja noch gar keine Daten vorliegen. Allerdings weißt du seit Modul 3 ja ganz genau welche Parameter erhoben werden.

Eine sehr hilfreiche und gleichzeitig sinnvolle Aufgabe, die du während der Zeit außerhalb der Uni erledigen kannst, ist die Erstellung einer Datenmatrix und die Definition deiner Zielparameter. Hierbei geht es darum, dass du dich bereits intensiv mit deinen Daten, die du noch erheben musst, auseinandersetzt. Wie du eine universelle Datenmatrix erstellst, lernst du in Modul 4 meines Online-Kurses

Stelle dir hierbei folgende Fragen:

1. Handelt es sich bei den erhobenen Daten um kategorielle oder metrische Variablen?

2. Wie werden die Fragebögen eigentlich ausgewertet? Gibt es hier Summen-Scores oder nur Kategorien?



Mein Expertentipp: Für die statistische Auswertung sind metrische Daten immer zu bevorzugen. Hast du also Beispielsweise einen Fragebogen, der eine Abstufung nach „Gut“ „Mittel“ und „Schlecht“ auswertet, kannst du zum einen den prozentualen Anteil der verschiedenen Ergebnisse (kategoriell) auswerten. Zum anderen kannst du aber auch überlegen, ob dein Fragebogen die Möglichkeit bietet sog. Cut-Off Werte und Summen-Scores zu definieren, sodass du hier auch die Mittelwerte miteinander vergleichen kannst.

Beispiel: Du kannst schreiben, dass 50% „gut“, 20% „schlecht“ und 30% „mittel“ ausfielen und diese dann statistisch vergleichen. Für Statistiker sind Zahlenwerte aber häufig deutlich besser auswertbar. Damit meine ich, dass man auch sagen könnte. dass der Mittelwert des Fragebogens in Gruppe A 50 Punkte und in Gruppe B 30 Punkte betrug.

Dies war ein kleiner Überblick dazu, wie stark du deine Promotion während Krisenzeiten voranbringen kannst. Wenn du dich systematisch an das Step-by-Step Prinzip hältst, verspreche ich dir, dass wir deine Promotion gemeinsam in kürzester Zeit zum erfolgreichen Abschluss bringen.


Du benötigst eine virtuelle oder persönliche Begleitung während deiner Dissertation ? Dann besuche noch heute meine Homepage. Ich gratuliere dir dazu, dass du diesen Blogbeitrag bis zum Ende gelesen hast. Damit weißt du jetzt deutlich mehr als 99% deiner Mitstreiter*innen.

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Ich wünsche dir, dass auch du diese Krise gut überstehst und mit meiner Hilfe deiner Promotion wieder einen Schritt näher gekommen bist.

Deine Désirée

P.S. Für die, die bereits ihre Daten erhoben haben könnte der Blogartikel von Dr. Magdalene Ortmann sehr interessant sein. Sie zeigt euch, wie ihr durch die Gründung von Study-Groups für wenig Geld eine professionelle statistische Beratung erhaltet. Klickt hier um zu ihrem Blogbeitrag zu gelangen.

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Désirée Schaumburg

Inhaberin Step-by-Step zum Doktor med.

Berlin

www.stepbystepzumdrmed.de

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